Die Nationalsozialisten setzten die europäischen Juden während des zweiten Weltkriegs unvorstellbaren und unverzeihlichen Grausamkeiten aus. Sie demütigten, beleidigten und erniedrigten Millionen jüdischer Zivilisten, vertrieben sie aus ihren Häusern und versklavten sie unter unmenschlichen Bedingungen in Konzentrationslagern.

Auf dieser Website behandeln wir die Unterdrückung, die Massaker und den Völkermord, die von den Nationalsozialisten vor und während des II. Weltkrieges an den Juden und anderen Menschen verübt wurden. Zuerst ist es jedoch notwendig klarzustellen, dass wir ohne jegliche Unterscheidung zwischen Religion, Rasse und ethnischer Herkunft gegen Unterdrückung, Folter und Völkermord sind. Wir billigen nicht den geringstenungerechtfertigten gegen Juden oder andere Menschen gerichteten Angriff, sondern verurteilen einen solchen auf das Schärfste.

Diese Moral folgt einem Prinzip, das Gott den Menschen im Quran befahl. Gott verdammt im Quran diejenigen, die auf der Erde Unfrieden hervorrufen, Menschen unterdrücken und in unrechter Weise Leben nehmen.

"... Wer einen Menschen tötet, ohne dass dieser einen Mord begangen oder Unheil im Lande angerichtet hat, (der soll sein wie einer), der die ganze Menschheit ermordet hat..."(Quran, 5:32)

Gott macht in dieser Sure unmissverständlich klar, dass es den Menschen verboten ist, Verbrechen zu begehen. Unser Herr bewertet den Mord an einem einzigen unschuldigen Menschen als ebenso große Schuld, wie die Ermordung aller Menschen.

Es ist eine Tatsache, dass vor und während des II. Weltkriegs zahlreiche Juden der Unterdrückung ausgesetzt waren und dabei ihr Leben verloren. Entschieden verurteilen wir die von den Nazis und anderen Bewegungen an Menschen verübten Qualen und Morde. Eine unentschuldbare Grausamkeit ist nicht nur, was den Juden angetan wurde, sondern auch, was Millionen andere Menschen, Deutsche, Russen, Engländer, Japaner, Chinesen, Zigeuner, Kroaten, Polen, Angehörige der Berberstämme, Serben, Araber, Bosniaken und andere erlitten, die im II. Weltkrieg ihr Leben verloren. Historiker haben errechnet, dass vor und während des II. Weltkrieges ungefähr 29 Millionen Zivilisten von den Nazis in Konzentrationslagern und Ghettos, bei militärischen Hinrichtungen oder politischen Morden ermordet wurden.

Der Faschismus hat schreckliches Leid über die Menschheit gebracht. Das 19. und 20. Jahrhundert sah zahllose von rassistischen Regimes begangene Massenmorde, unschuldige Menschen wurden unterdrückt und ermordet im Namen ideologischer Besessenheiten. Die Art und Weise, wie die Weltsicht der Nationalsozialisten aus Darwins Evolutionstheorie als intellektueller Basis hergeleitet wurde, offenbart dies. Als Darwin diese Theorie aufstellte, behauptete er, dass es in der Natur stets einen Überlebenskampf gibt, der manche Rassen vorwärts bringt und die Verlierer dieses Kampfes zum Untergang verurteilt. Diese Ansichten wurden innerhalb kürzester Zeit zum wissenschaftlichen Fundament des Rassismus.

Das zwischen Hitler und den Ideen Darwins bestehende Band ist auch aus dem Titel von Hitlers Buch Mein Kampf abzulesen: Der Kampf von dem der Naziführer schreibt, ist der von Darwin postulierte Überlebenskampf.

Die ideologische Verbindung von Hitler und den Nazis mit dem Darwinismus gewann mit der von ihnen nach der Machtübernahme praktizierten Politik an Deutlichkeit. Die von den Nazis praktizierte Rassenpolitik beruhte auf der Eugenik und bestand aus der Übertragung der Evolutionstheorie auf die menschliche Gesellschaft.

Das Wort Eugenik bedeutet, behinderte und kranke Menschen auszulesen und mittels der Vermehrung gesunder Individuen eine Menschenrasse zu "veredeln". Der Theorie der Eugenik zufolge kann eine menschliche Rasse ebenso veredelt werden, wie eine gute Tierrasse durch Paarung gesunder Tiere entsteht.

Gestützt auf diese Ideologie Hitlers wiesen die Nazis Geisteskranke, Behinderte, und genetisch Kranke in besondere "Sterilisierungszentren" ein. Aufgrund eines 1933 erlassenen Gesetzes wurden 350.000 Geisteskranke, 30.000 Zigeuner und Hunderte von farbiger Kinder durch Röntgenstrahlen, Injektionen und Elektroschocks im Genitalbereich unfruchtbar gemacht.

Es ist überlebenswichtig für die Menschheit, vor den Täuschungsmanövern und der Propaganda des Darwinismus auf der Hut zu sein und das seine intellektuellen Bedrohungen neutralisiert werden. Aufrichtige Gläubige müssen danach streben, sich der Gefährlichkeit dieser Idee bewusst zu werden und sie müssen alle Anstrengungen unternehmen sie auszurotten.

Antisemitismus und jede Form von Rassismus widersprechen dem Islam
Der Antisemitismus ist eine anti-religiöse Ideologie, die ihre Wurzeln im Neo-Paganismus hat. Es ist daher undenkbar, dass ein Muslim den Antisemitismus unterstützt oder mit dieser Ideologie sympathisiert. Antisemiten haben keinerlei Hochachtung für Abraham, Moses oder David, die gesegnete, von Gott auserwählte Propheten waren, und der Menschheit als Vorbilder dienten.

Der Antisemitismus und andere Auswüchse des Rassismus (z.B. Vorurteile gegen dunkelhäutige Menschen) haben keinen Platz in einer wahren Religion; es sind Perversionen, die verschiedenen irrigen Ideologien und abergläubischen Phantasien entsprangen.

Wenn man den Antisemitismus und andere Formen des Rassismus untersucht, ist deutlich zu erkennen, dass sie Ideen und ein Gesellschaftsmodell fördern, die in völligem Widerspruch zur Ethik des Quran stehen. So liegen z.B. Hass, Gewalttätigkeit und Mangel an Barmherzigkeit dem Antisemitismus zugrunde. Ein Antisemit kann so grausam sein, dass er den Mord an jüdischen Mitmenschen unterstützt, egal ob Männer, Frauen, Kinder oder Greise, und selbst zustimmt, dass sie gefoltert und gequält werden. Die moralische Lehre des Quran dagegen fordert, allen Menschen Liebe, Barmherzigkeit und Gnade zukommen zu lassen. Sie gebietet den Muslimen auch, gerecht und nachsichtig gegenüber ihren Feinden zu sein.

Demgegenüber sind Antisemiten und andere Rassisten gegen das friedliche Zusammenleben von Menschen verschiedener Herkunft oder verschiedenen Glaubens. Im Quran dagegen gibt es nicht die geringste Unterscheidung zwischen Rassen; der Quran ermutigt die Anhänger verschiedener Religionen dazu, in der gleichen Gesellschaft in Frieden und Glück zusammenzuleben.

Der Quran fordert Muslime, Juden und Christen zu einem Zusammenleben in Freundschaft auf
Die Juden und Christen, die der Quran als 'Menschen der Schrift' bezeichnet, sind den Muslimen viel näher als den Götzendienern (Polytheisten oder Atheisten). Die Menschen der Schrift glauben wie die Muslime an einen Gott und unterstellen sich Seinen Geboten.

Im Quran gibt es einen bedeutenden Unterschied zwischen den Menschen der Schrift und den Götzendienern. Dieser Unterschied wird besonders im Bereich des sozialen Lebens hervorgehoben. So wird z.B. bezüglich der Götzendiener gesagt: "... zweifellos sind die Götzendiener unrein. Und so sollen sie sich nach diesem Jahr ihres Abkommens der geheiligte Moschee nicht mehr nähern..." (Quran, 9:28). Die Götzendiener sind Leute, die kein Göttliches Gesetz kennen, keine moralischen Richtlinien haben und skrupellos zu allen möglichen erniedrigenden und perversen Handlungen bereit sind.

Die Menschen der Schrift jedoch haben, indem sie sich grundsätzlich an die Offenbarungen Gottes halten, moralische Prinzipien und wissen, was erlaubt ist und was nicht. Aus diesem Grund ist es Muslimen erlaubt, die Speisen und Nahrungsmittel der Juden und Christen zu verzehren sowie ihre Töchter zu heiraten; diesbezüglich hat Gott im Quran verordnet:

Heute sind euch alle guten Dinge erlaubt. Und die Speisen derer, denen die Schrift gegeben wurde, ist euch erlaubt, so wie euere Speisen ihnen erlaubt sind. Und es ist euch erlaubt die tugendhaften (ledigen) Frauen der Gläubigen, zu heiraten und die tugendhaften (ledigen) Frauen derer, denen die Schrift vor euch gegeben wurde, sind euch erlaubt soweit ihr ihnen ihre Brautgabe gegeben habt und in Ehre mit ihnen die Ehe eingeht, nicht in einer illegitimen Beziehung und nicht als Konkubinen. Wer den Glauben verleugnet, dessen Werke sind fruchtlos, und im Jenseits wird er einer der Verlierer sein. (Quran, 5:5)


Diese Weisungen zeigen, dass als Folge der Heirat eines Muslims mit einer Jüdin oder Christin Verwandtschaft hergestellt werden kann, und dass jede Seite eine Einladung zu einer Mahlzeit annehmen kann. Dies sind die Grundlagen, die die Errichtung gerechter menschlicher Beziehungen und eines glücklichen kommunalen Lebens sicherstellen. Da der Quran solch eine gerechte und tolerante Haltung empfiehlt, ist es undenkbar, dass ein Muslim eine gegensetzliche Einstellung vertreten könnte.

Zusammenfassung

In der Weltsicht eines Muslims ist Gerechtigkeit eines der Hauptkriterien. Ganz gleich wogegen sich sein Widerstand richtet, er kann nicht vom Pfad der Gerechtigkeit abweichen. Er folgt nicht seinem Gefühl, sondern seinem Verstand und seinem Gewissen. Er wird nicht anfällig für Fanatismus und Bigotterie, sondern er trifft seiner Weisheit entsprechende Entscheidungen.

Was Gott uns im Quran über unterschiedliche Völker und Glaubensbekenntnisse lehrt, ist eindeutig. O ihr Menschen! Wir erschufen euch aus einem Mann und einer Frau und machten euch zu Völkern und Stämmen, damit ihr einander kennenlernt. Doch der vor Allah am meisten Geehrte von euch ist der Gottesfürchtigste unter euch. Allah ist fürwahr wissend, kundig. (Qur'an, 49:13)


Es ist eine nicht zu diskutierende und unentschuldbare Tatsache, dass die europäischen Juden während des 2. Weltkrieges großer Grausamkeit durch die Nazis ausgesetzt waren. Die Nazis vertrieben Millionen von Juden durch Erniedrigungen, Beschimpfungen und Herabwürdigungen aus ihren Wohnungen und machten sie unter unmenschlichen Bedingungen in Sammellagern zu Gefangenen. Der schreckliche Anblick der jüdischen Gefangenen in Auschwitz oder die toten Lagerinsassen von Buchenwald reichen aus, um die Dimension der Nazigreuel ins Gedächtnis zu rufen.